Impulstagung Mission 2011 – Den Glauben zur Sprache bringen

Impulstag Mission 2011 - Den Glauben zur Sprache bringenVom 17.01 bis 19.01.2011 haben Jan Fiedler und ich (Daniel Schulz) in der Familienferienstätte Dorfweil, unter der Leitung von Christioph Stiba, an einer vom Bund veranstalteten Tagung zum Thema Evangelisation teilgenommen.
Um alle Inhalte wiederzugeben, bräuchte es drei Tage, daher hier nur ein kurzer Einblick:

Gestartet ist die Tagung am Montagabend mit einem Vortrag von Michael Kißkalt, der auf sehr amüsante Weise und mit treffsicheren Beispielen Denkanstöße zum Thema „passives & aktives Glaubenszeugnis“ referierte. Er stellte deutlich heraus, dass die Missionsarbeit der Herzschlag einer jeden Gemeinde ist und die Hauptaufgabe der Christen und Kirchen sein soll, Menschen auf das Heil Jesu Christi aufmerksam zu machen. Ein passives Glaubenszeugnis, also erst auf direkte Ansprache auf seinen eigenen Glauben, über den Glauben zu reden, reiche nicht aus.
Ein weiterer interessanter Aspekt war das Thema Sprachlosigkeit unseres Glaubens: Wovon sollen wir erzählen, wenn wir unseren Glauben nicht aktiv leben und darüber berichten können?!?

Danach gab es dann noch einen Schnelldurchlauf aus dem Dienstbereich Mission, worunter z.B. Carsten Hokema, Volker Bohle, Gunnar Bremer und das restliche DB-Missions-Team um Christoph Stiba über die aktuellen Aufgaben, Aktionen und Möglichkeiten aus ihrem Bereich informierten.
Der Bereich ist zu umfangreich als dass man ihn in ein paar Stichworten zusammenfassen könnte, daher kann sich jeder auf der Internetseite:
http://www.baptisten.de/mission/ selbst erkundigen, was es alles an Neuerungen gibt. Beachtenswert ist jedoch, dass der Alphakurs immer noch hoch im Rennen ist und durchaus hilft Menschen auf den Weg zu Gott zu führen.

Am Dienstag ging es um fromme Sprache und Alltagssprache, wozu Jürgen Werth ein paar Worte verlor. Kernsätze wie sie einst schon Luther zum Ausdruck brachte: „Ich habe dem Volk auf´s Maul geschaut“ oder „Nur wer innen leuchtet, kann nach außen strahlen“ und „Es wird vergessen, was gesagt wurde, aber nicht wie man sich dabei fühlte“ waren einleitende Sätze, als es darum ging, dass zu 85% die Persönlichkeit des Gegenübers und nur zu 15% der Inhalt entscheidet, ob eine Botschaft angenommen wird oder nicht. Und dass die Volxbibel vielleicht nicht Oma Lieschen gefallen wird, aber dem kleinen Jungen von nebenan Gottes Wort viel verständlicher macht als es Luther je könnte.

Am Nachmittag referierte Christina Brudereck (Referentin für Evangelisation der rheinischen Kirche) und plädierte sehr dafür, dass es bei Evangelisation um Beziehungen und Dialoge geht, indem dem „zu Bekehrenden“ Respekt erbracht werden muss und Nichtkenntnis und Unglauben nicht mit Triumphalismus der Bibel begegnet werden sollte. Als Buchtipp empfahl sie „Sehnsucht ist der Anfang von allem“ von Ariane Martin.

Der Abend war geprägt von Meetingpoints zu den verschiedensten Themen, wo in Gruppen freudig und anregend diskutiert wurde.
Am Mittwoch stellte Dr. Oliver Pilnei eine Studie des Greifswalder Instituts für Forschung von Michael Herbst
zum Thema: „Wie Erwachsene zum Glauben kommen“ vor.

Auch wenn es keine repräsentative Umfrage war, waren die Ergebnisse aus 462 Fragebögen durchaus interessant.
Demnach kommen die meisten erwachsenen Menschen nicht von heute auf morgen zum Glauben, sondern durchlaufen einen Prozess der durchschnittlich zwischen 6-12 Jahre dauert. In diesem Prozess nehmen in den unterschiedlichsten Phasen z.B. auch die Freunde, Familie, Mitchristen und der Pastor unterschiedliche gewichtige Einflüsse.
Spannend fand ich auch das Ergebnis, dass 54% angaben, dass die eigene Mutter entscheidende Einflüsse zur Glaubensentscheidung beisteuerte, aber nur 31% das Selbe von den Vätern behaupteten.

Insgesamt wurde morgens und abends viel Lobpreis gemacht und gebetet, auch wurden zwischendurch immer wieder kleine Impulsgruppengespräche durchgeführt.
Abschließend sind, denke ich alle ca. 70 Teilnehmer aus dem ganzem Bundesgebiet bereichert nach Hause gefahren.

Daniel Schulz

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