Sicherlich hat sich vor einigen Wochen der Eine oder Andere gefragt, was die vielen Klebebänder auf dem Boden unseres großen Mehrzweckraumes wohl bedeuten. Rechteckige und gebogenen Formen waren großflächig verteilt,
Inzwischen hat es sich aber herum gesprochen. Unsere Vorbereitung auf die Ostergartenausstellung im nächsten Jahr nimmt im wahrsten Sinne des Wortes Gestalt und Form an.
Nachdem Armin Deiß und Peter Schneider ihre ganze Kreativität umgesetzt hatten, lag ein Konzept vor uns, dass zunächst Erstaunen und dann Begeisterung hervorrief. Um sich die Ideen besser vorstellen zu können, klebten die Beiden gemeinsam mit Martin Brakhöhner die geplante Raumaufteilung auf den Boden. Daher also die weißen Klebebänder.
In insgesamt 9 Räumen wollen wir dann die Stationen der Passionsgeschichte und das Erleben Jesu vom Einzug in Jerusalem bis zu seiner Auferstehung für alle Sinne nachbauen. Dabei ist z.B. die Idee von Armin Deiß für den Garten Gethsemane eine besondere Herausforderung. „Denn die Gartenszene soll verkehrt herum an der Decke befestigt werden. Der Fußboden besteht aus einer spiegelnden Fläche, z.B. aus einer schwarzen Folie mit einer dünnen Wasserschicht. Dieser dunkle Raum ist nur wenig beleuchtet und schaut man auf das Wasser, so spiegelt sich dort der Garten wieder. Es entsteht der Eindruck, als würde man über der Szene stehen. Die Idee dabei ist, dass die Hierarchien auf den Kopf gestellt werden. Der starke Jesus, der allen Menschen hilft, sie unterrichtet und heilt, wird zum Schwachen, der um Hilfe bitten muss. Der Gottessohn braucht jemand, der für ihn betet“. So weit die Erläuterungen von Armin Deiß zur Station des Garten Gethsemane.
Als wir unsere Idee einer Ausstellung vor Ostern 2012 in der Gemeinde vorstellten, wurden wir von der großen und positiven Resonanz überrascht. Viele haben ihre Bereitschaft erklärt, mit dabei zu sein und mit zu helfen. „Ich weiß zwar nicht was ich helfen kann, aber ich bin dabei, “ dass haben wir nicht nur einmal gehört. Und das hat uns gefreut und dankbar gemacht. Denn wir brauchen auch jede Hilfe:
Wir brauchen die Unterstützung von Handwerkern, Bühnenbildern, Malern, Künstlern, Schriftstellern, Beleuchtern, Tontechnikern, Organisatoren, Kaffeekochern, Reiseführern, Aufbauern, Abbauern, Öffentlichkeitsarbeiter und von vielen mehr.
Die Planungen und Vorbereitungen sind im vollen Gang und nach und nach wird etwas sichtbar werden. Einzelne Arbeitsgruppen werden zurzeit installiert, wie z.B. das Team, das sich mit Einladungen, Werbung, Zeitungsartikeln, Plakaten usw. beschäftigt. Alle handwerklich Interessierten müssen sich noch ein wenig gedulden; zunächst wollen Armin Deiß, Peter Schneider und Martin Brakhöhner mit Hilfe von Experten aus unserer Gemeinde einige konstruktive Grundlagen klären, bevor es dann an das Sägen, Hämmern und Malen geht.
Warum der ganze Aufwand und was wollen wir eigentlich mit diesem Ostergarten erreichen? Zur Erinnerung:
„Mit allen Sinnen erlebt man eindrücklich die Ostergeschichte. Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Fühlen: durch Bilder und Dekorationen, durch Hörbeispiele, durch Blumenduft und Musik bekommt man einen ganz besonderen Zugang zu den letzten Tagen im Leben Jesu. Das letzte Abendmahl, die Verleugnung durch Petrus oder das leere Grab Jesu, das kaum fassbare Ereignis Ostern wird durch den Gang durch diese Ausstellung eindrücklich erleb- und verstehbar.
Diese Ausstellung wendet sich an alle Menschen, an Kinder und Erwachsene, an Menschen, die mit dem christlichen Glauben wenig oder gar nichts anfangen können aber auch an Christen, die einen eigentlich vertrauten Bibelabschnitt neu begreifen und erleben wollen.“
Zum Schluss, etwas, was wir uns jetzt schon merken sollten:
Der Ostergarten findet vom 18. März bis zum 08. April 2012 statt.
Und für alle Fragen stehe ich gerne zur Verfügung
Hans-Jürgen Klatt.

