
Wenn es so etwas wie ein Markenzeichen der Baptisten gibt, dann ist es die Taufe, die aus baptistischer Sicht eine Glaubenstaufe sein muss. Getauft werden und damit Mitglied in einer Baptistengemeinde werden kann nur, wer vorher zum Glauben gekommen ist. – So war es lange Zeit. – In den letzten Jahren ist allerdings Bewegung in diese Thematik gekommen. Eine zunehmende Zahl von Baptistengemeinden nimmt inzwischen auch Menschen ohne Glaubenstaufe auf.
Auch auf zwischenkirchlicher Ebene tut sich etwas: Elf Kirchen haben am 29. April 2007 einen wechselseitige Taufanerkennung vereinbart. – Wir Baptisten waren nicht dabei. – Auf Initiative des Landesverbands Bayern entstand eine Bayerische Lutherisch-Baptistische Arbeitsgruppe, die am 20. April 2009 das Konvergenzdokument “Voneinander lernen – miteinander glauben” vorlegte. Darin wird u.a. eine wechselseitige Anerkennung der Taufpraxis zwischen Lutheranern und Baptisten empfohlen und eine lebhafte Diskussion über das Thema ausgelöst.
Zeit, dass wir uns mit den aktuellen Entwicklungen befassen und neu darüber nachdenken, wo wir stehen.
Ab dem 4. November immer Mittwochs um 20:00 in der Christuskirche.
Frank Penno

